"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

29. August 2009

CDU Stadtratsfraktion formuliert Braubachs Zukunftsziele


Es ist guter Brauch, zu Beginn einer neuen Wahlperiode die Grundsätze der Arbeit der kommenden fünf Jahre festzulegen. Daher bestimmten die CDU Stadtratsmitglieder Björn Dennert, Markus Fischer, Ruth Fischer, Günter Goß, Lothar Lahnstein, Burkhard Maaß und Frank Michel die Marschroute ihrer Fraktion für die Zukunft. Nach der Verabschiedung von Stadtbürgermeisterin Rita Wolf und der Einführung von Joachim Müller zum neuen Stadtoberhaupt erläuterte Fraktions­vorsitzender Markus Fischer im Rahmen der konstitu­ierenden Ratssitzung die Ziele der CDU-Arbeit.

Die CDU Stadtratsfraktion (es fehlt Frank Michel) hat in der konstituierenden Sitzung des neugewählten Stadtrats ihre Marsch­route für die kommenden Jahre erläutert.


Braubach, Vorzeigestadt in Sachen Tourismus und Mittelstand

Fischer lobte die gute Arbeit der Tourist-Info. Urlaub in Deutsch­land in zertifizierten Unter­künften sei im Trend, den man weiter nutzen sollte. Auch bei Gewerbe und Mittelstand habe Braubach einiges zu bieten. „Mit dem Rheinhöhen-Ruhewald und der Nekropole liefern wir unkonventionelle Mus­ter­beispiele für Kon­versionsprojekte im Land.“ Fischer betonte, die kurzen Genehmi­gungszeiten und unbüro­kratischen Hilfen bei Planungen der Unternehmen am Ort seien Verdienst der kleinen und effizient arbei­tenden VG-Ver­waltung mit ihren kurzen Wegen und direkten Ansprechpartnern. Der in den letzten Jahren zurückge­gan­gene Einzelhandel sei Sorgenkind der Stadt. „Noch ist eine Grund­versorgung am Ort gesichert, damit das so bleibt, brauchen wir eine Gewerbe­ansied­lung auf dem Bahnge­lände. Unseren neuen Stadtbürger­meister bitten wir, das Gelände bald für die Stadt zu erwerben, um dann – auf neuer Grundlage – mit Investoren zu verhandeln.“, so Fischer.

Braubach, Stadt ohne Verschuldung

Zweites Ziel der CDU sei es, Braubach auf lange Sicht zur Stadt ohne Verschuldung zu machen. Dies sei sicherlich eines der schwierigsten Ziele. „Das sollte uns aber nicht abschrecken.“, meinte Fischer in der Sitzung. „Zunächst müsse man die Neuverschuldung reduzieren, um dann in einigen Jahren im städt­ischen Haushalt ohne Verschuldung auszukommen. Das sei wichtig, denn nur eine solide wirtschaf­tende Stadt könne langfristig ihre Eigenständigkeit sichern. Braubachs eigenes Haus­haltsrecht und eigene Kompetenzen wolle man erhalten. Fischer rief den Rat dazu auf, daran mitzuarbeiten.

Braubach, Stadt zum Wohlfühlen

Drittes Ziel der CDU sei es, Braubach zur Stadt zum Wohlfühlen zu machen. Es gehe dabei nicht um mess­bare Zahlen, sondern um Braubachs „Wohlfühlfaktor“. Dafür müsse das Umfeld stimmen. Das Stadtentwick­lungskonzept stehe für die CDU hier an oberster Stelle. Touristen und Einheimische brauchten Freiräume und Ruhezonen in der Altstadt. Das gehe nicht ohne die Entlastung der Innenstadt vom Straßenverkehr. „Die CDU-Fraktion sieht es als vordringlichste Aufgabe an, bald erste Sondierungsgespräche zum Thema „Umgehungsstraße“ zu führen, worum wir den neuen Stadtbürger­meister bitten.“, sagte Fischer. Schließlich betonte er, dass Eltern, Kinder und Jugendliche bei Maßnahmen, die ihr Lebensumfeld beträfen beteiligt werden müssten. Auch die Erhaltung der Kindergärten sei entschei­dend, damit Braubach für Familien attraktiv bleibe. Die CDU bat Stadtbürgermeister Müller, Gespräche mit den Trägern zu suchen, um zu prüfen, welche Lücken auf dem Feld der Kinderbetreuung von diesen noch genutzt werden könnten.

Konstruktive Zusammenarbeit betont

Abschließend betonte Fischer, dass die CDU Fraktion auch in den kommenden Jahren ihren Beitrag für eine konstruktive Zusammen­arbeit im Rat leisten wolle: „Wir laden alle dazu ein, damit es hier vor Ort vorangeht.“