"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

20. November 2010

„Weihnachten im Schuhkarton“ schenkt Freude an Kinder in Not

Wie viele Päckchen in diesem Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt gesam­­melt wurden, steht zwar erst in wenigen Wochen fest, aber schon jetzt ist klar: Dank vieler Spender wer­den bei vielen Kindern in Osteuropa die Augen an Weihnach­ten vor Freude und Glück leuchten.

Auch viele Braubacher und Menschen aus den Nachbarorten machten mit, packten fleißig Schuhkar­tons oder spendeten Geld. Sogar die Marksburgschule oder die Kindertagesstätte „Haus des Kindes“ beteiligten sich. „Bei der Braubacher Sammelstelle wurden in diesem Jahr wieder weit mehr als 100 Weihnachtspakete abgegeben. Im Vergleich zum vergange­nen Jahr stieg die Zahl der Päckchen im Bereich der Sammelstelle sogar auf mehr als 170“, sagt Amal Fischer, die die Aktion in Braubach koordinierte. „Wir danken allen sehr herzlich, die einen Schuhkarton mit Geschenken gefüllt oder Geld gespen­det haben.“

„Herzlichen Dank“ im Namen der Kinder, denen mit Hilfe vieler Spender aus Braubach und Umgebung, in diesem Jahr wieder eine besondere Weihnachtsfreude gemacht wird, sagen Björn Dennert, Markus Fischer, Bürgermeister Werner Groß und Sammelstellenleiterin Amal Fischer (v. l. n. r.)
Amal Fischer kennt „Weihnachten im Schuhkarton“ schon seit mehr als 15 Jahren. Damals lebte sie noch im Libanon. Kurz nach dem Bürgerkrieg war die Not in dem Land groß. „In dieser Zeit erreich­ten unsere Kirchengemeinde die Päckchen von „Weihnachten im Schuh­karton“, erzählt Amal Fischer. „Ich war sehr ge­spannt und hoffte, auch ein Geschenk zu bekommen. Nach der Weihnachts­feier wurden die Kar­tons verteilt. Ich half mit, bekam aber leider kein Geschenk, denn für mein Alter - ich war da­mals 14 - war kein Schuhkarton dabei. Als die Kinder die Päckchen öffneten, strahl­ten sie vor Freude und Glück. Diese Erinnerung bestärkt mich, bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzu­machen. Ich hel­fe mit, damit Kinder, die sonst nichts haben, zumindest an Weihnachten ein Ge­schenk bekommen.“

Bürgermeister Groß: Zeichen der Freude und Hoffnung aus der VG

Bürgermeister Werner Groß freut sich über die große Resonanz der Hilfsaktion und darü­ber, dass auch in diesem Jahr wieder vielen Kindern durch die Aktion eine besondere Weih­nachtsfreude gemacht wird. „Mit jedem Weihnachtspäckchen senden wir ein Zei­chen der Hoffnung und Freude aus der Verbandsgemeinde in die Welt. Für viele Familien in Osteuro­pa ist jeder Schuhkarton ein Geschenk von unschätzbarem Wert“, betont Groß. Alle Pakete mit Spielzeug, Süßigkeiten, Kleidung oder Schul­sachen sind bereits auf dem Weg in die Empfängerländer – unter anderem nach Moldawien, Georgien, Albanien oder in das Kosovo. Sie werden dort kurz vor Weihnachten in Zusammenarbeit mit ortsansässigen, christlichen Kirchen – darunter auch katholische, orthodoxe und lutherische Gemeinden – an Kinder aus sozial schwachen Familien gleich welcher Religion verteilt. Wichtig ist nur, dass die Pakete dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Übrigens: „Weihnachten im Schuhkarton“ geht auch nach Weihnachten weiter. Aus der Aktion entstanden in den vergangenen Jahren weitere nachhaltige Entwicklungsprojekte. So haben beispielsweise Verteilreisen in Moldawien die schlimme Lage in Waisenhäusern offenbart: Jährlich werden dort tausende Kinder ohne Ausbildung in die Eigenver­ant­wortung entlassen. Einigen von ihnen ermöglicht nun der Trägerverein von „Weihnachten im Schuhkarton“ eine berufsfördernde Qualifikation. Daneben betreut das Hilfswerk zahlreiche andere Projekte, indem es auf vielfältige Weise bedürftige Kinder und Familien fördert, Hilfe zur Selbsthilfe leistet und bei Katastrophen hilft, so beispielsweise ganz aktuell, um in Haiti die Cholera zu bekämpfen.