"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

11. Mai 2012

Stadtgespräch lockte viele interessierte Bürger

Unter dem Motto „VG-Fusion – und dann?“ stand das jüngste Braubacher Stadtgespräch. Bürgermeister Werner Groß und die CDU-Fraktionschefs aus Braubach und der Loreley, Joachim Müller und Jens Güllering, lockten viele interessierte Bürger, die mehr über die anstehende VG-Fusion erfahren wollten.

Volles Haus beim Braubacher Stadtgespräch mit Bürgermeister Werner Groß. Viele interessierte Bürger wollten mehr über die anstehende Fusion der Verbandsgemeinden Braubach und Loreley erfahren.
Auf den Nägeln brannte den Braubachern natürlich die Frage, welche Veränderungen die Fusion für sie mit sich bringt. „Die meisten Dinge werden sich wie bisher in den Bürgerbüros in Braubach und St. Goarshausen erledigen lassen, sodass sich für den Alltag nur wenig ändert.“, entkräftete Werner Groß erste Befürchtungen. „Nur wenn es zum Beispiel um Bauangelegenheiten geht, führt der Weg künftig nach Braubach, wo das Bauamt und die Werke angesiedelt werden. Nach St. Goarshausen müssen dagegen alle, die persönlich mit dem Sachbearbeiter eine Steuerangelegenheit klären möchten, denn dort hat der Bereich Steuern und Finanzen seinen Sitz.“, erklärte der Braubacher VG-Chef.

Markus Fischer führte durch den Abend,
an dem neben Bürgermeister Groß auch
die CDU-Fraktionschefs Güllering und Müller
Rede und Antwort standen.
Gute Nachrichten gab es auf die Frage, ob die Fusion für Braubach von Vorteil sei. Stadtbürgermeister Müller betonte, viele CDUler und gerade auch die Braubacher Bürger seien skeptisch gewesen und hätten es lieber gesehen, die Fusion wäre mit Lahnstein zustande gekommen. Hiergegen hätten jedoch die Mehrheitsverhältnisse in VG und im Land gestanden, die die Fusion mit der Loreley favorisierten. Die CDU habe daher das Beste aus der Situation gemacht. Die Bemühungen der Stadt und der VG hätten ergeben, dass Braubach durch die Fusion nicht zu kurz kommt: „Zwar verliert die Stadt den Sitz der VG. Als Ausgleich hat das Land aber zugesagt, viele Projekte in Braubach zu fördern. Dazu gehört beispielsweise der Bau eines Parkdecks in der Friedrichstraße.“ Außerdem startet das über 1300 Jahre Braubach nun mit einem großangelegten Stadtentwicklungsprogramm. Dadurch solle vor allem die Altstadt aufgewertet werden. Einbezogen wird hier zum Beispiel auch die Brandruine in der Schlossstraße, die vielen Anwohnern seit langer Zeit ein Dorn im Auge ist.

Bei den Infrastrukturthemen stand bei den Braubachern natürlich die Frage nach einer Umgehungsstraße hoch im Kurs. Hier konnte über eine jüngste Anfrage zu diesem Thema beim Land Rheinland-Pfalz berichtet werden. Die Stadt werde an der Sache dranbleiben, versicherte Joachim Müller und auch Werner Groß betonte mit Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung der Infrastruktur die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße. Ebenso wichtig sei für die Mittelrhein-Anwohner die Rheinbrücke.

Bei der Abschlussfrage von Markus Fischer, der durch das Stadtgespräch führte, waren sich Joachim Müller und Jens Güllering einig. Warum Werner Groß Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde werden solle, wurden sie gefragt: „Weil er bereits seit 10 Jahren erfolgreich eine Verwaltung führt“, betonte Joachim Müller und Jens Güllering ergänzte: „Als Familienvater steht er mit beiden Beinen im Leben und weiß, wo die Menschen der Schuh drückt. Er ist daher die beste Wahl für die neue VG.“ Für Groß ist sein Beruf mehr als nur ein Job. Den Gästen beim Braubacher Stadtgespräch sagte er: „Bürgermeister ist für mich der schönste Beruf. Ich schätze besonders die Spontaneität und Flexibilität und, dass ich mit meiner Arbeit etwas bewegen kann.“ Für die Region zu arbeiten begeistere ihn immer wieder, denn „ich arbeite dort, wo andere Urlaub machen, und möchte hier auch künftig meine Verwaltungerfahrung einbringen.“