"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

1. Juli 2013

Bürgerinitiative: Braubacher machen für Umgehung mobil

Fast 10.000 Fahrzeuge - darunter viele schwere LKW - rollen täglich durch die Braubacher Innenstadt. Am Obertorturm stauen sich Autos und Laster besonders zur Rush-hour die ganze Oberalleestraße bis zur Rheinstraße. Lärm, Erschütterungen, Abgase und Feinstaub belasten die Anwohner an den Braubacher Durchfahrtstraßen schwer.

Rund 100 Braubacherinnen und Braubacher waren daher in das katholische Pfarrzentrum in der Oberen Gartenstraße gekommen, um deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen kann. Mit einer Bürgerinitiative wollen die Betroffenen nun bei den Verantwortlichen Druck machen und sich für verkehrsberuhigende Maßnahmen und den Bau einer Umgehungsstraße einsetzen.
Voll besetzt war der Saal des katholischen Pfarrzentrums in Braubach bei der Gründungsversammlung des Vereins Braubach lebenswerter - Bürgerinitiative für eine verkehrsberuhigte Stadt.
Foto: Alexander Hoffmann, Rhein-Lahn-Zeitung
Die Initiatoren Helmut Veit und Markus Fischer hatten zur Gründungsversammlung eingeladen und freuten sich über den großen Zuspruch aus der Bevölkerung.
Helmut Veit erläuterte die Hintergründe der Vereinsgründung.
Veit sagte: „Die Straße durch Braubach ist das Tor zum Rheintal. Sie ist die kürzeste Verbindung vom Rhein-Main-Gebiet über die Bäderstraße in den Raum Koblenz. Daher ist die Strecke bei LKW-Fahrern besonders beliebt.“. Dadurch steigen die Belastungen für die Anwohner immer weiter: „Feinstaub findet man in der Stadtdurchfahrt mittlerweile in jeder Fuge“, hieß es an den Abend und „über abgefahrene Spiegel an der Oberalleestraße regen sich nur noch Ortsfremde auf.“. Lkw beschädigen an der schmalen Stadtdurchfahrt regelmäßig geparkte Pkw, sodass sich die Braubacher an diese leidvolle Erfahrung schon gewöhnt haben.

Obwohl schon lange über eine Umgehungsstraße nachgedacht wird, ist immer noch nichts passiert. Im Gegenteil: Auf jüngste Anfragen hat das Land mitgeteilt, dass selbst die Planung noch nicht einmal begonnen wurde. Und das sorgt in Braubach für Unmut, denn andere Städte und Gemeinden in der Umgebung haben längst eine Umgehungsstraße, so zum Beispiel Bad Ems, Dausenau, Nassau, Nastätten und bald auch Miehlen-Marienfels.  Doch die Landesregierung hat mitgeteilt, dass für die Braubacher Umgehung ein „ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis“ bestehe.
Stadtchef Joachim Müller (links) und Bürgermeister Werner Groß (rechts)
unterstützen den Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Hemut Veit (2. v. l.)
und seinen Stellvertreter Markus Fischer (3. v. l.).
Während der Gründungsversammlung im katholischen Pfarrzentrum machten die Initiatoren  klar, worauf es nun ankommt: die Initiative mit Leben zu füllen. Konkrete Aktionen sollen rasch geplant werden.

Braubach lebenswerter - Bürgerinitiative für eine verkehrsberuhigte Stadt

Fotos: Stefan Veit, Braubach.
Einstimmig votierten die Versammlungsteilnehmer für die Gründung des Vereins "Braubach lebenswerter", der Bürgerinitiative für eine verkehrsberuhigte Stadt. Der Verein bündelt seine Initiativen  für den Bau der Umgehungsstraße nach der Satzung zum Zweck des Umweltschutzes, sodass er auch als gemeinnützig anerkannt werden kann.

In den Vereinsvorstand wurden Helmut Veit und Markus Fischer gewählt – sie haben die Rollen des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen. Neben Helmut Rösner (Schriftführer) und Christian Vogt (Kassierer) sind in der Bürgerinitiative auch Frauke Büchner, Walter Gerkens, Karolin König-Kunz, Alexander Proff, Stefan Veit und Willi Volk als Beisitzer und Dr. Heinz Gemmer und Helmut Metz im Beirat aktiv.

Wer Mitglied der Bürgerinitiative werden möchte, kann sich bei Helmut Veit, Telefon 02627 / 1644, Markus Fischer, Telefon 0 26 27 / 97 13 79 oder einem der anderen Vorstandsmitglieder melden.Hier geht's direkt zum Mitgliedsantrag. Einfach ausdrucken, ausfüllen und abgeben.