"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

22. August 2013

„Braubach lebenswerter“ trifft Kommunalpolitik

Am 1. Juli 2013 hat sich der Verein „Braubach lebenswerter e.V.“ gegründet. Schon jetzt laufen die Arbeiten der Bürgerinitiative (BI) für eine verkehrsberuhigte Stadt auf Hochtouren. Das Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, die Belastungen durch den Durchgangsverkehr Richtung Taunus zu beseitigen. Nach erstem Kontakt mit dem Landesbetrieb Mobilität, der für die Verwaltung der Landesstraßen zuständig ist, stand nun das Gespräch mit den politischen Vertretern vor Ort an.

Täglich fahren durch das Nadelöhr Braubach rund 10.000 PKW, LKW, Busse und Motorräder - für die Anlieger eine unerträgliche Situation. Vor allem der LKW-Verkehr hat die letzten Jahre enorm zugenommen, denn viele LKW vermeiden die Maut auf ihrem Weg zwischen dem Rhein- Main-Gebiet und Koblenz.

Um die Standpunkte der im Stadt- und Verbandsgemeinderat vertretenen Fraktionen kennenzulernen, hatte der Vorstand der Bürgerinitiative zu einem Gespräch gebeten. Mit dabei auch Braubachs Stadtchef Joachim Müller und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Werner Groß. Für die SPD sprachen Braubachs Fraktionsvize Ralf Elenz und VG-Ratsmitglied Rita Wolf. Die CDU war mit Günter Goß, dem stellvertretenden Fraktionschef im Stadtrat, und VG-Ratsmitglied Hartmut Hülser vertreten. Für die FBL kamen der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Heinz Scholl und VG-Ratsmitglied Gerd Eschenbrenner und für Bündnis 90/Die Grünen VG-Ratsmitglied Hans-Joachim Dohm. Alle begrüßten die Gründung der Bürgerinitiative für eine verkehrsberuhigte Stadt. Auch die Bürgermeister aus Stadt und VG wollen die Initiative unterstützen.

Stadt und VG sollen Mitglied der BI für eine verkehrsberuhigte Stadt werden


Schon in den 80zigern hatte der Stadtrat intensiv an dem Thema „Umgehungsstraße“ gearbeitet. Aus dieser Zeit liegt schon eine Planung zur Umsetzung des Projekts vor. Alle Fraktionsvertreter waren sich darüber einig, dass die Umgehung Braubach die notwendige Konsequenz des Baus der verschiedenen Umgehungsstraßen auf dem Weg zur Bäderstraße entlang der L335 ist. „All diese Umgehungsstraßen machen keinen Sinn, wenn man das Nadelöhr in Braubach nicht beseitigt“, hieß es. „Ein solches Projekt ist aber nur umzusetzen, wenn alle politischen Gruppierungen gemeinsam mit der BI und den Braubacher Bürgern an einem Strang ziehen“, waren sich Dr. Heinz Gemmer, Walter Gerkens, Helmut Metz, Helmut Veit, Christian Vogt, Willi Volk und Markus Fischer vom Vorstand und Beirat der Bürgerinitiative einig.

Zunächst wollen sich die Fraktionen in den Räten dafür einsetzten, dass Stadt und VG der BI beitreten. BI-Chef Helmut Veit: „Das wäre ein deutliches Signal der Verantwortlichen vor Ort, dass sie sich mit den Zielen der Bürgerinitiative identifizieren und weiter für die Verkehrsberuhigung in Braubach arbeiten wollen.“

Als nächstes steht ein Gespräch der Bürgerinitiative mit Verkehrsminister Roger Lewentz an. Die Terminanfrage läuft bereits.