"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

7. Oktober 2013

Braubacher Weinbrunnen locken viele Gäste

Seit 1925 feiern die Braubacher mit ihren Gästen das traditionelle Winzerfest. 88 Jahre später ist das Fest beliebt wie eh und je. Vier Tage lang, von Freitag bis Montag sind die Menschen in der Wein- und Rosenstadt auf den Beinen und genießen das weinfrohe Fest auf den Straßen und Plätzen der Altstadt.
Bacchus Stefan I. mit Bacchantinnen und Mundschenk sowie Weinkönigin Sakskia mit Weinprinzessin begrüßen die Braubacher und ihre Gäste auf dem Marktplatz.
In den entbehrungsreichen Jahren des Ersten Weltkrieges herrschte in den kleinen Rheinorten große Not. Da reifte bei Braubacher Winzern und Bürgern der Entschluss, durch intensive Fremdenwerbung wieder mehr Gäste in die Stadt zu locken. Das war die Geburtsstunde des Winzerfests. Die Braubacher Winzer sahen eine Möglichkeit, ihre Weinkeller für die neue Ernte frei zu bekommen und dabei ein paar Groschen zu verdienen. Zunächst wurden dazu nur ein paar Fässer auf die Straße gestellt. Aber der Andrang war so groß, dass bald eine feste Einrichtung daraus werden sollte. Gäste aus nah und fern strömten fortan alljährlich zu Winzerfest in Massen in die Stadt.
Vielleicht kommen heutzutage nicht mehr ganz so viele feierfreudige Gäste, aber immer noch ist das Braubacher Volksfest weit über die Grenzen der Stadt bekannt und beliebt. Das Winzerfest ist in den vergangenen Jahren kleiner, aber auch feiner geworden. Qualität ist angesagt, wenn die guten Tropfen ausgewählt werden, die auf dem Weinfest den Weg von den Kellern in die Kehlen der Gäste finden.

Acht Weinstände waren in diesem Jahr wieder auf dem Marktplatz und dem Platz "Auf der Pump" aufgebaut. Auch für gutes Essen war wieder gesorgt, als das Winzerfest am Freitagabend von Stadtbürgermeister Joachim Müller eröffnet wurde. Bei Livemusik auf dem Markt und in der Obermarktstraße stießen viele Weinfreunde auf ein gelungenes Winzerfest an.

Nach der Öffnung der Weinbrunnen am Samstag zog nach Einbruch der Dunkelheit der Fackelumzug der Kinder durch die Altstadt. Stadtchef Müller übergab anschließend Bacchus Stefan I. den Stadtschlüssel, denn an den Festtagen wird der Weingott das kleine Städtchen am Rhein regieren, unterstützt von Weinkönigin Saskia I.. Den Abschluss des zweiten Festtages setzte das farbenprächtige Höhenfeuerwerk.


Am Sonntag erreichte das Fest seinen Höhepunkt:

Nach dem ökumenischen Festgottesdienst in der Barbarakirche und dem Frühschoppen auf dem Marktplatz zog am Mittag der große Festumzug durch die Straßen und Gassen der Altstadt.

Viele Festwagen und Fußgruppen waren diesmal wieder dabei und erfreuten die Gäste, die sich an den Straßen versammelt hatten. Der Fanfahrenzug der TGO an der Spitze und vielen Musikkapellen sorgten auch diesmal wieder für musikalische Unterhaltung.

Weinkönigin Saskia I. mit Weinprinzessin Carina grüßte ihr weinseeliges Volk von ihrem Prunkwagen; ebenso wie Weingott Bacchus Stefan I. von seinem Stammplatz auf dem Weinfass.

Die Fahrgeschäfte in der Rheinstraße boten den jungen Festgästen wieder viel Unterhaltung. Die Kirmes ist fester Bestandteil des Winzerfests. Ob Losbude, Riesenrad, Kettenkarussell oder Schiffschaukel - die Schausteller lassen sich immer etwas einfallen.

Der Winzerfestmontag ist traditionell der Festtag der Braubacher. Beim Empfang der Bürgerwehr im Winzerkeller des Schlosses Philippsburg und dem Kinderprogramm am Nachmittag freuen sich die Braubacher Bürger auf einen fröhlichen Ausklang ihres Winzerfests. Bei Gesprächen und viel gutem Wein wird das Fest wohl noch bis zum frühen Dienstagmorgen dauern.