"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

21. November 2013

400 „Weihnachts-Schuhkartons“ für Kinder in Not

Wie viele Päckchen in diesem Jahr in Deutschland insgesamt gesam­­melt wurden, steht erst in wenigen Wochen fest, aber schon jetzt ist klar: Dank vieler Spender wer­den bei vielen Kindern in Osteuropa die Augen an Weihnach­ten vor Freude und Glück leuchten.

Auch viele Lahnsteiner, Braubacher und Menschen aus den Nachbarorten machten mit, packten fleißig Schuhkar­tons oder spendeten Geld. „Besonders hat mich gefreut, dass die Belegschaft einer Lahnsteiner Firma 75 Weihnachtspakete auf einen Schlag vorbeigebracht hat", berichtet die Lahnsteiner Sammelstellenleiterin Anja Pluymackers. Insgesamt kamen so wieder fast 400 Pakete zusammen. Ein tolles Ergebnis. „Wir danken allen sehr herzlich, die einen Schuhkarton mit Geschenken gefüllt oder Geld gespen­det haben - auch den vielen Firmen und Geschäften, die die Aktionunterstützt haben.“, sagte Amal Fischer, die die Sammelaktion in Braubach koordinierte.
„Herzlichen Dank“ im Namen der Kinder, denen mit Hilfe vieler Spender aus Lahnstein, Braubach und der Umgebung in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsfreude bereitet werden kann, sagen Amal Fischer, Robin und Anja Pluymackers und Markus Fischer von den Sammelstellen in Lahnstein und Braubach (v. l. n. r.)
Die liebevoll mit Spielzeug, Süßigkeiten, Kleidung oder Schul­sachen befüllten Pakete werden nun in große Kartons verpackt und gehen dann von Lahnstein aus auf ihre lange Reise in die Empfängerländer. Ziele sind unter anderem Bulgarien, Georgien, Moldau, Polen, Rumänien, die Slowakei und Weißrussland. Dort werden die Geschenke kurz vor Weihnachten in Zusammenarbeit mit ortsansässigen, christlichen Kirchen – darunter katholische, orthodoxe und evangelische Gemeinden – an Kinder aus sozial schwachen Familien gleich welcher Religion verteilt. Wichtig ist nur, dass die Pakete dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Amal Fischer kennt „Weihnachten im Schuhkarton“ schon seit fast 20 Jahren. Damals lebte sie noch im Libanon. Kurz nach dem Bürgerkrieg war die Not in dem Land groß. „In dieser Zeit erreich­ten unsere Kirchengemeinde die Päckchen von „Weihnachten im Schuh­karton“, erzählt Amal Fischer. „Ich war sehr ge­spannt und hoffte, auch ein Geschenk zu bekommen. Nach der Weihnachts­feier wurden die Kar­tons verteilt. Ich half mit, bekam aber leider kein Geschenk, denn für mein Alter - ich war da­mals 14 - war kein Schuhkarton dabei. Als die Kinder die Päckchen öffneten, strahl­ten sie vor Freude und Glück. Diese Erinnerung bestärkt mich, bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzu­machen. Ich hel­fe mit, damit Kinder, die sonst nichts haben, zumindest an Weihnachten ein Ge­schenk bekommen.“
Übrigens: „Weihnachten im Schuhkarton“ geht auch nach Weihnachten weiter. Aus der Aktion entstanden in den vergangenen Jahren viele nachhaltige Entwicklungsprojekte. Aktuell unterstützt der Trägerverein von Weihnachten im Schuhkarton zum Beispiel die Menschen auf den Philippinen. Der stärkste Sturm, der je auf Land getroffen ist, hat Anfang November ganze Landstriche verwüstet. 11 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen. „Um diese Not möglichst schnell zu lindern, haben wir bereits vier Wasserfiltrationsanlagen aufgebaut, die täglich 10.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen", berichtet Reinhard Scheumann von "Geschenke der Hoffnung". Bald werden es zehn Anlagen für insgesamt 25.000 Menschen sein. Eine Boeing 747 ist von den USA aus mit insgesamt 95 Tonnen Hilfsgüter unterwegs, um die Notleidenden schnell mit dem Nötigsten zu versorgen.