"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

6. November 2013

Minister Lewentz sichert Bürgerinitiative Unterstützung für Braubacher Umgehung zu

Bei ihren Bemühungen, die Verkehrsbelastung der Anwohner an den Braubacher Durchfahrtstraßen zu reduzieren, kann die Bürgerinitiative (BI) Braubach lebenswerter, die sich für den Bau einer Umgehungsstraße einsetzt, nun auch auf die Unterstützung von Infrastrukturminister Roger Lewentz setzen.
Infrastrukturminister Lewentz (2. v. r.) und der Diezer LBM-Chef Neuroth (3. v. l.) diskutieren die Pläne
für eine Umgehungsstraße mit den BI-Vorständlern Dr. Heinz Gemmer (l.), Markus Fischer(2. v. l.),
Willi Volk (Mitte) und Helmut Veit (r.).
Der Vorstand der BI hatte den rheinland-pfälzischen Infrastrukturminister Roger Lewentz und den Leiter der LBM-Diez (Landesbetrieb Mobilität) Ulrich Neuroth zu einem Gespräch nach Braubach eingeladen. Ziel war, auf die hohe Verkehrsbelastung hinzuweisen und die erforderlichen Maßnahmen zum Bau einer Umgehungstrasse, sowie kurzfristige Sofortmaßnahmen zu erörtern, um das Verkehrsaufkommen von rund 10.000 Autos und Lastern täglich zu verringern.

Zur Darstellung des momentanen Zustandes wurde vom Vorsitzenden der BI, Helmut Veit, eine Präsentation mit Fotos der aktuellen Verkehrssituation vorgestellt. „Mir war schon bekannt, wie schlimm die Situation ist. Die Fotos machen aber noch deutlicher, dass in Braubach etwas geschehen muss. Ich frage mich, wieso bisher noch niemand in dieser Sache auf mich zugekommen ist“, so Lewentz.

Zur Umsetzung des Projektes Umgehungsstraße existieren bereits Planungen aus den 90er Jahren, die im Detail erörtert wurden. Hier hatte man sich mit zwei Umgehungsvarianten beschäftigt. Von Herrn Neuroth wurde der grundsätzliche Verfahrensablauf vom ersten Entwurf bis zur Realisierung eines solchen Bauvorhabens im Detail erläutert. Zunächst kommt es u. a. darauf an, dass das Projekt mit einer hohen Dringlichkeitsstufe in den Bedarfsplan aufgenommen wird, damit anschließend mit der eigentlichen Planung begonnen werden kann. Gemeinsam mit BI-Beiratsmitglied Dr.-Ing. Heinz Gemmer hatte der BI-Vorstand weitere Vorschläge zu einer möglichen Straßenführung erarbeitet, um einen größeren Planungsspielraum zu erhalten.


Minister Lewentz versprach: „Wir gehen jetzt in die Stufe 1 der Umweltverträglichkeitsprüfung.“ Dabei soll geklärt werden, welche Trassenführung überhaupt möglich ist. Den Vorstands der BI freut diese Zusage: „Damit gibt Roger Lewentz den Startschuss für die Planung der Umgehungsstraße“, sagte BI-Chef Helmut Veit.

Da allen Beteiligten klar ist, dass dies ein langes und kostspieliges Unterfangen ist, das sich nicht von heute auf morgen umsetzen lässt, ging es bei der Beratung auch um kurzfristige Entlastungsmaßnahmen für die Anwohner an den Braubacher Durchfahrtstraßen. “Wir brauchen dringend eine Reduzierung des Schwerlastverkehrs sowie eine durchgehende Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h im Bereich der Rheinstraße und Brunnenstraße“ machte Markus Fischer, der stellvertretende Vorsitzende der BI, deutlich. Von Seiten des Infrastrukturministers und des LBM wurde auch in diesem Punkt Unterstützung zugesagt, zunächst müsse geprüft werden, welche Varianten hier in Frage kommen und wie die möglichen Auswirkungen auf andere Städte und Gemeinden seien. Der BI ist wichtig, dass sich an der Verkehrsbelastung in Braubach kurzfristig etwas ändert.

Als weiteren Punkt wurde daher von der BI die Schadstoff- und Lärmbelastung im Bereich Obertor angesprochen. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich die nächste Meßstelle in Koblenz am Friedrich-Ebert-Ring. Die dort gemessen Schadstoffwerte können nach Ansicht der BI nicht auf die Verhältnisse am Obertor in Braubach übertragen werden. „Deshalb ist es erforderlich, dass eine Meßstelle am Obertor eingerichtet wird, um aktuelle und verlässliche Werte zu erhalten“, sagte BI-Vorstandsmitglied Christian Vogt.

Mit ersten Ergebnissen wird im Frühjahr des kommenden Jahres gerechnet, dann sollen die Gespräche mit Minister Lewentz und den zuständigen Stellen fortgesetzt werden. „Wir werden die Bürger und alle Mitglieder über die aktuellen Entwicklungen auf unserer Website dem Infokasten und über die Presse auf dem Laufenden halten“, sicherte BI-Schriftführer Horst Rösner zu.