"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

10. Januar 2014

Landesbetrieb Mobilität startet Vorplanungen für Umgehungsstraße

Erster Ortstermin der Bürgerinitiative (BI) "Braubach lebenswerter" mit Vertretern des Landesbetriebs Mobilität (LBM). Der Chef des LBM Diez Ulrich Neuroth und sein Stellvertreter Lutz Nink waren nach Braubach gekommen, um sich die Idee der BI zur Trassenführung für eine Braubacher Umgehungsstraße anzusehen. Neben den Vorstands- und Beiratsmitgliedern der Bürgerinitiative für die Umgehung war auch Stadtbürgermeister Joachim Müller bei dem Treffen dabei.

Lutz Nink, Willi Volk, Walter Gerkens, Markus Fischer, Dr. Heinz Gemmer, Christian Vogt, Ulrich Neuroth, Helmut Metz, Helmut Veit, Joachim Müller und Horst Rösner (v. l. n. r.) beim Ortstermin "An der alten Burg".
Fotos: Stefan Veit, Frauke Büchner
BI-Vorsitzender Helmut Veit begrüßte die Vertreter des LBM und Braubachs Stadtchef "An der alten Burg" in der Nähe des Martinsfriedhofs, von wo aus man einen guten Blick auf die B42 und verschiedene mögliche Straßenvarianten hat.

LBM-Chef Neuroth erläuterte, welche Arbeiten die Straßenverwaltung seit dem ersten Treffen mit der Bürgerinitiative und Verkehrsminister Roger Lewentz in Angriff genommen hat: "Wir werden zunächst zusammen mit der Zentrale des LBM eine Verkehrsuntersuchung für Braubach in Auftrag geben." Die Untersuchung beinhalte eine Verkehrszählung mit Befragung ausgewählter Verkehrsteilnehmer. So kann festgestellt werden, welche Fahrziele die Auto- und Lkw-Fahrer haben, die Braubachs Ortsdurchfahrt nutzen. Das Ergebnis wird Grundlage für ein Gutachten sein, das die tatsächliche Belastung der Braubacher Bürger durch den Durchgangsverkehr beschreiben soll.

"Die Verkehrsuntersuchung wird jetzt im Frühjahr durchgeführt. Mit Ergebnissen rechnen wir nach dem dritten Quartal 2014", so Neuroth. "Außerdem wird die Vorplanung verschiedener möglicher Umgehungsstraßen im Rahmen eines Ingenierauftrags erteilt." Ziel sei es, so Neuroth, eine Kosten-Nutzen-Analyse des Projekts zu erstellen, die für alle weiteren Planungen notwendig ist.


Verschiedene denkbare Realisierungsmöglichkeiten werden geprüft. Neben den bisher bereits diskutierten beiden Tunnellösungen auch die von der Bürgerinitiative vorgestellte Alternativtrasse. Dabei soll die Straße entlang des Kapellenbergs führen und hinter dem Martinsfriedhof auf die Straße "An der alten Burg" treffen, dann weiter parallel zur Dachsenhäuserstraße verlaufen und hinter dem Ortsausgang Braubach wieder auf die Dachsenhäuser treffen.

"Damit würde ganz Braubach vom Durchgangsverkehr entlastet", so BI-Beiratsmitglied Dr. Heinz Gemmer, der bereits erste Planskizzen erstellt hat. "Außerdem wäre diese Variante vermutlich kostengünstiger als die bisher diskutierten Tunnellösungen", ergänzte BI-Vorsitzender Helmut Veit. Gemmer und Veit und die BI-Aktiven Frauke Büchner, Markus Fischer, Walter Gerkens, Helmut Metz, Horst Rösner, Stefan Veit, Christian Vogt und Willi Volk, die auch an dem Treffen teilnahmen, sprachen sich dafür aus, so schnell wie möglich, erste Ergebnisse der Untersuchungen vorzustellen. Es gelte, schnellstmöglich etwas zu unternehmen, um die Situation der Anwohner an den Braubacher Durchfahrtstraßen, die durch den Straßenverkehr schwer belastet sind, zu verbessern.

Als nächstes möchte die BI ihre bisherigen Arbeitsergebnisse dem Braubacher Stadtrat vorstellen. Stadtbürgermeister Müller freut sich über die Unterstützung durch "Braubach lebenswerter" und lud die Vorstands- und Beiratsmitglieder zur nächsten Sitzung des Gremiums ein.