"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

4. April 2014

Europaabgeordneter Langen informiert sich in der BSB Recycling GmbH

Der Schreck über das Feuer auf dem Gelände der BSB Recycling GmbH sitzt manchem Braubacher noch in den Knochen. Die CDU ist froh, dass bei dem Brand, bei dem fast 300 Feuerwehrleute und Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes und Technischen Hilfswerks im Einsatz waren, niemand schwer verletzt wurde. "Der Unfall hat gezeigt, dass wir in Braubach auf eine gut ausgerüstete Feuerwehr und die neue DRK-Rettungswache zählen können. Allen Helferinnen und Helfern, die das Feuer und seine Folgen bekämpft haben, ein herzliches Dankeschön für ihren großartigen Einsatz", sagte Stadtbürgermeister Joachim Müller.

Wenige Tage zuvor war Europaabgeordneter Dr. Werner Langen auf seiner Reise durch Rheinland-Pfalz noch zu Besuch bei dem Braubacher Unternehmen. Langen, der seit 1994 dem Europaparlament angehört und auch bei der Europawahl im Mai wieder antritt, wollte sich über den Industriestandort Braubach informieren. Mit dabei auch Christoph Ferdinand, der für die CDU Braubach bei der Europawahl am 25. Mai für das Europaparlament kandidiert.

Bei einem Betriebsrundgang konnten sich die CDU-Vertreter um den Europaabgeordneten Dr. Werner Langen ein Bild von der Arbeit am Industriestandort Braubach machen: Markus Fischer, Ilona Bröder-Wagner, Joachim Müller, Björn Dennert, Matthias Lammert, Christoph Ferdinand, Werner Groß, Dr. Stefan Jeßen, Günter Groß, Dr. Werner Langen, Jens Güllering, Christian Stein und Hartmut Hülser (v. l. n. r.)

BSB-Geschäftsführer Dr. Stefan Jeßen, Prokurist Rolf-Dieter Friedrich, der Leiter Umweltschutz der Berzelius Metall GmbH Stefan Buch und CDU Ortsvorsitzender Markus Fischer begrüßten den Gast aus Brüssel und freuten sich, dass die BSB Recycling die Gelegenheit zu einem Gespräch über aktuelle europapolitische Themen nutzen konnte. Mit Langen und Ferdinand waren außerdem Landtagsabgeordneter Matthias Lammert, VG-Bürgermeister Werner Groß, Landratskandidat Günter Groß, Stadtchef Joachim Müller und die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU für den VG-Rat unter Leitung des CDU-Chefs Jens Güllering nach Braubach gekommen.

Die im 17. Jahrhundert gegründete frühere Blei- und Silberhütte wurde 1977 zu einem Recyclingbetrieb umgerüstet und seitdem komplett modernisiert. Heute recyceln rund 100 Mitarbeiter dort jährlich bis zu 80.000 Tonnen Blei-Säure-Akkus aus dem Fahrzeug- und Industriesektor und andere bleihaltige Rückstände entsprechend dem aktuellen Stand der Technik. Mit ihrer Muttergesellschaft Berzelius Metall GmbH und den Schwesterunternehmen der Dachgesellschaft ECOBAT Technologies zählt das Unternehmen damit zu den größten Bleirecyclern- und herstellern der Welt. Seit 1990 werden in Braubach auch Kunststoffabfälle zu Seculene PP wiederverwertet. Mit dieser BSB eigenen Polypropylenqualität beliefert das Braubacher Unternehmen Automobilhersteller in aller Welt. In fast allen Autos ist in der Außenverkleidung Kunststoff aus Braubach verbaut: "Die meisten Deutschen haben Braubach also jeden Tag bei sich ohne es zu wissen", stellte Bürgermeister Werner Groß augenzwinkernd fest.

Europaabgeordneter Langen lobte den modernen Industriebetrieb und die vorbildlichen Umwelteinrichtungen. Die in der BSB eingesetzte Technologie wurde von der EU und der amerikanischen Umweltschutzbehörde als bestes verfügbares Verfahren ausgezeichnet. Sorgen macht dem Braubacher Unternehmen Bestrebungen eines Mitgliedsstaats unter der europäischen Chemikalienverordnung REACH, Blei in metallischer Form als reproduktionstoxisch einzustufen, mit einem Grenzwert (SCL - Specific Concentration Limit) von 0,03 %. "Diese Einstufung und die damit einhergehenden Folgen könnten sowohl das Metall- aber auch das Kunststoffrecycling europaweit unwirtschaftlich machen. Das würde die erfolgreich funktionierende Ressourcenwirtschaft und die von der EU-Kommission richtigerweise geforderte Erhöhung des Recyclings zur Sicherung der notwendigen Sekundärrohstoffe in Europa ad absurdum führen. Und das, obwohl eine dem Wachstum verpflichtete europäische Wirtschaft dies dringend benötigt", so der Leiter des Bereichs Umweltschutz der Berzelius Metall GmbH, Stefan Buch. Insgesamt ist es seiner Meinung nach - den Schutz von Mensch und Umwelt im Blick - sinnvoller, anwendungsbezogene, sprich risikobasierte SCL, die sich an der Freisetzung des Stoffes orientieren, festzulegen.

"Ich habe bereits bei der EU-Kommission eine kleine Anfrage gestellt, um zu klären, wie weit die Überlegungen schon gediehen sind und ob man sich dort der Auswirkungen der geplanten Vorgaben bewusst ist", so Langen. "Es ist wichtig, dass Industrie in Deutschland eine Zukunft hat. Auch die Stadt Braubach profitiert von der guten Wirtschaftslage der BSB Recycling", der er für die Zukunft alles Gute wünschte.


Stefan Buch bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Langen im Namen der Berzelius Metall Gruppe Deutschland für die Unterstützung und Stadtchef Joachim Müller sagte: "Wir konnten uns davon überzeugen, dass die BSB Recycling alles dafür tut, um ihren Betrieb sicher in die Zukunft zu führen. Das ist auch gut für unsere Stadt und die Braubacher dürfen gewiss sein, dass die BSB nach sehr hohen Sicherheitsstandards arbeitet, sodass man dort auch mit unvorhergesehenen Ereignissen sehr gut zurecht kommt."