"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

17. Mai 2014

CDU Generalsekretär Patrick Schnieder: Die Umgehung für Braubach muss kommen

Der rheinland-pfälzische CDU Generalsekretär, Bundestagsabgeordneter Patrick Schnieder, war nach Braubach gekommen, um sich vor Ort über die Verkehrssituation zu informieren. Schnieder, der auch Mitglied des Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages ist, kennt sich aus in Sachen Verkehrspolitik in Bund und Land. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutierte er über die laufenden Planungen und Finanzierungsmöglichkeiten einer Umgehungsstraße für die Wein- und Rosenstadt.

Landtagsabgeordneter und CDU-Kreischef Matthias Lammert (l.), Bürgermeister Werner Groß (1. v. l.), CDU Ortsvorsitzender Markus Fischer (2. v. r.) und Stadtchef Joachim Müller (r.) dankten Patrick Schnieder für seinen Besuch in Braubach. Als Dank für das informative Stadtgespräch bekam der Gast aus Berlin einen historischen Stich mit einer Ansicht der Marksburg und der Braubacher Rheinfront.

Das Kelterhaus des Hotels "Zum weißen Schwanen" war bis zum letzten Platz besetzt. Viele Anwohner und interessierte Braubacher waren gekommen, um ihrem Ärger über die Verkehrsbelastungen an den Durchfahrtstraßen der Stadt Luft zu machen. "Wenn ein unbeladener LKW durch die Schlaglöcher auf der Dachsenhäuser Straße fährt, meint man, der Laster poltere durch unser Wohnzimmer", beschrieb ein Anwohner die Situation und ergänzte: "Unser Haus hat schon Risse bekommen, wahrscheinlich durch die enormen Erschütterungen." Dass die Landesstraße in einem schlechten Zustand ist, bestätigten auch Anwohner der Brunnenstraße: "Wenn hier Schlaglöcher geflickt werden, dann so unprofessionell, dass sie beim nächsten Winter direkt wieder aufreißen."

CDU-Mann Patrick Schnieder bestätigte, dass die Finanzausstattung im Bereich des Straßenbaus und der Unterhaltung durch das Land mehr als dünn sei. Gerade im Flächen- und Pendlerland Rheinland-Pfalz sei eine intakte Infrastruktur wichtig und die die Landesregierung versäume es, die Straßen ordentlich zu unterhalten. "Wer hier am Stadtturm steht, bekommt sofort ein Gespür, wie belastend die Situation für die Anwohner sein muss. Dass hier etwas geschehen muss, ist klar", sagte Schnieder. Jetzt gelte es, die ersten Erfolge auf dem Weg zur Umgehung zu nutzen und im Land für den Bau dieser Straße zu werben. "Es ist wichtig, dass Braubach geschlossen hinter den Plänen für den Bau einer Umgehungsstraße steht."

Der Landesbetrieb Mobilität hat bereits erste Untersuchungen aufgenommen. Eine große Verkehrsbefragung der tausenden Pendler und LKW-Lenker, die täglich das Nadelöhr am Obertor passieren wurde durchgeführt und die Verkehrszählung läuft. Nach Schätzungen fließen täglich rund 10.000 Fahrzeuge durch das mittelalterliche Städtchen am Fuße der Marksburg. "Ein unhaltbarer Zustand, der enorme Belastungen für die Anwohner mit sich bringt", wie auch Landratskandidat Günter Groß und Landtagsabgeordneter Matthias Lammert feststellten. Lammert hatte sich in Mainz bereits mehrfach für die Umgehungsstraße stark gemacht.

Stadtchef Joachim Müller und Bürgermeister Werner Groß konnten über die laufenden und noch geplanten Maßnahmen berichten, die die rheinland-pfälzische Straßenverwaltung nun angekündigt habe."Wir werden an dem Thema dranbleiben, vor allem auch, weil es ganz oben auf der Agenda steht, die wir uns bei der Fusion der beiden Verbandsgemeinden Braubach und Loreley vor zwei Jahren selbst gegeben haben", so VG-Bürgermeister Groß. Und Stadtbürgermeister Joachim Müller bekräftigte, dass alle denkbaren Maßnahmen, die Belastung der Braubacher durch den Straßenverkehr zu lindern, geprüft und angegangen würden.

Patrick Schnieder ermutigte die Braubacher, ihren Weg konsequent weiter zu gehen: "Nur wenn sie gemeinsam an einem Strang ziehen, haben sie Chancen, in Mainz auch etwas zu erreichten. Wenn man dort sieht, dass ein ganzer Ort hinter diesem Projekt steht, wird man an ihnen so einfach nicht vorbeikommen." Als Dankeschön für seinen Besuch und seine Unterstützung bei dem Braubacher Großprojekt überreichte CDU Ortschef Markus Fischer dem Gast aus Berlin einen historischen Druck eines Kupferstichs mit einer Ansicht der Marksburg und der Braubacher Rheinfront.