"Im Mittelpunkt meines Engagements
stehen immer die Menschen. Um
unsere Heimat für sie lebenswert
zu erhalten, setze ich mich ein."

5. Februar 2017

Treffen mit Verkehrsstaatssekretär soll Umgehungsstraße für Braubach voranbringen

Bereits unmittelbar nach der Landtagswahl im März 2016 hatte sich die Bürgerinitiative Braubach lebenswerter (BI) an die neunen Koalitionäre in Mainz gewandt, um für das Projekt "Umgehungsstraße Braubach" zu werben. Jetzt konnte die BI Verkehrsstaatssekretär Andy Becht in Braubach begrüßen, um die Angelegenheit mit ihm zu besprechen. Neben den Vorstandsmitgliedern der BI nahmen auch Vertreter der Stadt Braubach an dem Treffen teil.


Direkt vor Ort, am Engpass Obertor, erläuterte BI-Vorsitzender Helmut Veit sehr anschaulich die prekäre Verkehrssituation an der vielbefahrenen Braubacher Durchgangsstraße. Auch seine Vorstandskollegen Markus Fischer, Dr. Heinz Gemmer, Helmut Metz, Horst Rösner Christian Vogt und Willi Volk konnten über die Probleme für Pendler und Anwohner der engen Ortsdurchfahrt berichten, durch die sich täglich in der Spitze rund 9.000 Fahrzeuge, darunter viele LKW, quälen. Beim anschließenden Informationsgespräch wurden dem Staatsekretär die bisherigen Aktivitäten der BI und die aktuellen Sachstände im Form einer Präsentation vorgetragen.


Staatssekretär Becht betonte, dass es sich in Braubach um eine Sondersituation handele und aufgrund des durchgängigen lückenlosen Ausbaus der L335 und der hohen Verkehrsbelastung eine Umgehung gerechtfertigt sei. Dennoch müsse auch hier so verfahren werden, wie es die neuen Regierungskoalition in Mainz für alle Straßenneubauprojekte festgelegt habe. Als Stichwort nannte Becht den von SPD, Grünen und FDP vereinbarten "Mobilitätskonsens 2021".

Alle Straßenbauprojekte sollen in den kommenden Jahren priorisiert und mit den Beteiligten Städten und Kommunen Umsetzungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Erst nach Vorliegen der Prioritätenliste würde ein Projekt nach dem anderen angegangen und weitere Planungsschritte eingeleitet. Aus Sicht der BI, ist diese Vorgehensweise zunächst ein Rückschritt für das Projekt Ortsumgehung Braubach, da bei der Bürgerversammlung, im Februar 2016 kurz vor der Landtagswahl, der damals zuständige Minister Roger Lewentz gesagt hatte, das Projekt in Braubach habe höchste Priorität. 

Jetzt steht zunächst eine Abstimmung mit der UNESCO über verschiedene Projekte im Weltkulturerbe Mittelrheintal an, darunter die Mittelrheinbrücke und auch die Umgehungsstraße Braubach. Wann es hiermit weitergeht liegt in der Zuständigkeit des Innenministeriums. Die BI wird auch hier weiter Druck machen, damit es in Braubach bald die erhoffte Entlastung geben wird.